Editorial: Psychotherapie Morgen - Umbruch oder Abbruch
Thomas Bronisch und Serge K.D. Sulz

 

Zur Psychotherapie von Vergewaltigungsopfern
ein Ressourcenorientierter tiefenpsychologisch fundierter Ansatz

Luise Reddemann

    Schlüsselwörter: Vergewaltigung - PTSD (PTDS) - ressourcenorientierte - Psychotherapie

    Zusammenfassung:
    Es wird ein Konzept zur Behandlung von Vergewaltigungsopfern mit PTSD dargestellt, in dem es vorrangig um Aufbau bzw. Erhalt der Stabilität der Patientin geht. Wesentlich ist, Coping-Strategien der Patientin als Therapiestrategien zu nutzen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Spaltung und Dissoziation. Anhand eines Fallbeispieles wird das therapeutische Vorgehen beschrieben.

Die Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen mit EMDR
Christof T. Eschenröder

    Schlüsselwörter: Augenbewegungs-Desensibilisierung und Neubearbeitung - EMDR - Posttraumatische Belastungsstörung

    Zusammenfassung:
    Die von Francine Shapiro entwickelte Methode der Augenbewegungs-Desensibilisierung und Neubearbeitung (Eye Movement Desensitization and Reprocessing - EMDR) gehört zu den wirksamsten Verfahren zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen, wie verschiedene empirische Untersuchungen zeigen. Das therapeutische Vorgehen in der EMDR und theoretische Erklärungsversuche werden referiert und Möglichkeiten und Grenzen der EMDR werden diskutiert.

     

HYPNOSE IN VERSCHIEDENEN PSYCHOTHERAPIEMETHODEN
DIRK REVENSTORF

    Schlüsselwörter: hypnosis

    Zusammenfassung:
    1. Hypnose als rituelle Therapieform
    2. Hypnose als Psychoanalyse
    3. Hypnose als Verhaltenstherapie
    4. Hypnose als humanistische Therapie
    5. Hypnose als kognitive Therapie
    6. Hypnose als systemische Therapie
    7. Hypnose als Hefe

     

Prävalenz der Adipositas in einer analytisch orientierten psychosomatischen Fachklinik und Behandlungsergebnisse durch psychosomatische Rehabilitation Teil II: Ergebnisse von Verlaufsstudien
Schmidt Jürgen, Schmid-Ott Gerhard, Lamprecht Friedhelm

    Schlüsselwörter: Adipositas - Psychosomatische Rehabilitation - analytisch orientierte Fachklinik - Katamneseergebnisse - Gewichtsveränderungen

    Zusammenfassung:
    Anhand von zwei Ergebnisstudien (ngesamt = 67) werden die katamnestischen Behandlungsergebnisse der stationären, psychoanalytisch orientierten Therapie bei adipösen Patienten differenziert evaluiert. Im 1. Teil der Veröffentlichung (Schmidt et al. 1998) wurden die Prävalenz der Adipositas in einer analytisch orientierten psychosomatischen Fachklinik und die kurzfristigen Gewichtsveränderungen dargestellt. Die letzteren bleiben im Rahmen der Einjahreskatamnese stabil. Eine deutliche katamnestische Gewichtsabnahme geht mit einer positiven Beurteilung des Gesamtbehandlungsergebnisses, einer längerfristigen Verringerung der Beschwerden und der Depressivität einher. Bei der zweiten Stichprobe korreliert die Gewichtsabnahme signifikant mit einer „gesünderen“ Ernährung und einer Verstärkung der körperlichen Aktivität nach der stationären Behandlung. Die Ergebnisse sprechen für die längerfristige Effektivität der psychoanalytisch orientierten stationären Therapie des behandlungsbedürftigen Übergewichts.

     

Einführung in den Themenschwerpunkt Zwangsstörungen
Nico Niedermeier, Michael Zaudig

     

DIE NEUROBIOLOGIE DER ZWANGSSTÖRUNG
Andreas Kordon, Fritz Hohagen, Freiburg

    Schlüsselwörter: Zwangsstörung - Neurobiologie - Pathophysiologie - Bildgebung - Serotonin

    Zusammenfassung:
    Die Zwangsstörung ist eine häufige psychiatrische Erkrankung, die durch wiederkehrende Gedanken, Ideen und/oder wiederholt ablaufende Verhaltensweisen charakterisiert, die den Betroffenen erheblich belasten. Entsprechend einem integrativen pathogenetischen Verständnis der Zwangsstörung wird von neurobiologischen und psychologischen Entstehungsfaktoren ausgegangen. Zwangssymptome bei extrapyramidal-motorischen neurologischen Erkrankungen wie dem Gilles-de-la-Tourette-Syndrom und der Chorea minor Sydenham untertützen die Vermutung einer Dysfunktion von frontalem Cortex/Basalganglien bei der Zwangserkrankung. Insbesondere die Weiterentwicklungen der neuroradiologischen Verfahren haben zu einem besseren Verständnis der zugrundeliegenden Neurobiologie geführt. Studien mit bildgebenden Verfahren deuten auf die Beteiligung eines neuronalen Regelkreises, der den orbitofrontalen Cortex, den Gyrus cinguli anterior und die Basalganglien miteinander verbindet, an der Entstehung der Zwangssymptome hin. Außerdem legt das spezifische Ansprechen auf die Pharmokotherapie mit (selektiven) Serotonin-Wiederauf-nahmehemmern nahe, daß serotonerge Rezeptorsubsysteme eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie der Zwangsstörung spielen. Die Vertiefung des Verständnisses der Pathophysiologie der Zwangsstörung kann bei der Entwicklung besserer Behandlungsstrategien hilfreich sein.

     

Diagnose, Differentialdiagnose, Komorbidität und andere Grundlagen der Zwangsstörung
Michael Zaudig, Nico Niedermeier

    Schlüsselwörter: DSM-IV, ICD-10, Subtypen der Zwangsstörung, Differentialdiagnosen der Zwangsstörung, z.B. zwanghafte Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie, Depression, Angststörung, „OCD-spectrum-disorders“

    Zusammenfassung:
    Die Klassifikationssysteme DSM-IV und ICD-10 erlauben eine sehr detaillierte deskriptive Diagnostik der Zwangsstörung und zugleich auch eine Subtypisierung in ein Störungsbild mit überwiegend Zwangsgedanken oder überwiegend Zwangshandlungen oder einen Mischtyp aus beiden. Zugleich werden Zeitkriterien in beiden Diagnosensystemen gefordert. Im weiteren werden die Differentialdiagnosen der Zwangsstörung diskutiert, insbesondere die Abgrenzung zur zwanghaften Persönlichkeitsstörung, zur Schizophrenie, zur Depression, zu den Angststörungen und anderen verwandten Störungsbildern („OCD-spectrum-disorders“). Mit den affektiven Störungen besteht die höchste Komorbidität, gefolgt von Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen.

     

Zwangs-Spektrum Erkrankungen
N. Niedermeier, U. Hegerl, M. Zaudig

    Schlüsselwörter: Zwangsstörung, Spektrum-Erkrankung, Körperdysmorphe Störung, Hypochondrie, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Tic-Störungen, Depersonalisation Störungen der Impulskontrolle

    Zusammenfassung:
    Im Lauf der letzten 15 Jahre wurde eine Verwandtschaft von vielen Störungen zur Zwangserkrankung diskutiert. Die Diskussion basiert auf Ähnlichkeiten zur Zwangsstörung in Aspekten wie Phänomenologie, Krankheitsverlauf, Komorbidität, biologischen Veränderungen und Ansprechen auf bestimmte Therapieregime. Ferner wurde die Hypothese aufgestellt, daß diese Erkrankungen konzeptuell als eindimensionales zwanghaft/impulsives Spektrum definiert werden können. Dieser Artikel bespricht diese Hypothesen in bezug auf die Körperdysmorphe Störung, die Hypochondrie, die Anorexia nervosa, die Bulimia nervosa, die Tic-Störungen, die Depersonalisation und einige Störungen der Impulskontrolle. Wir gelangen zu dem Schluß, daß es tatsächlich deutliche Hinweise für eine Verwandtschaft zwischen der Zwangsstörung und einigen dieser Störungen gibt (z.B. das Tourette Syndrom), jedoch nicht für alle (z.B. Depersonali-sation). Der dimensionale Aspekt erscheint (vor allem im Hinblick auf Untersuchungen mit SSRI‚s) sehr vielversprechend, jedoch liegen diesbezüglich noch zu wenige kontrollierte Studien vor.

     

KOGNITIVE VERHALTENSTHERAPIE BEI ZWÄNGEN
Angelika Lakatos & Hans Reinecker

    Schlüsselwörter: Kognitive Besonderheiten von Zwängen- Kognitiv-behaviorales Erklärungsmodell - Spezifische kognitive Interventionstechniken - Therapie reiner Zwangsgedanken

    Zusammenfassung:
    In folgenden Beitrag wird zunächst der Stand der Forschung zur verhaltenstherapeutischen Behandlung von Zwängen kurz skizziert, dann werden die neueren Erklärungsmodelle, die insbesondere auch die kognitiven Komponenten der Störung berücksichtigen, beschrieben.
    Der Hauptteil des Artikels ist der Darstellung einiger neuer, spezifisch auf Zwänge ausgerichteter, kognitiver Techniken gewidmet, die in Kombination mit der klassischen Technik der Exposition und Reaktionsverhinderung eingesetzt werden. Sie verbessern die Behandlungschancen deutlich, insbesondere bei reinen Zwangsgedanken und gleichzeitiger Depression. Am Schluß steht ein ausführliches Fallbeispiel.

     

Multimodale stationäre Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen 
Teil 1: Grundlagen und Methoden

S. Ruppert, M. Zaudig, W. Hauke, H. Unger, H. Manzinger, B. Schlehlein

    Schlüsselwörter: Zwangsstörung - Indikation zur stationären VT - multimodale Verhaltenstherapie - emotional aktivierende Verfahren - Gruppentherapie - Exposition und Reaktions-Management - Stationäre VT-Behandlung

    Zusammenfassung:
    Im folgenden Artikel (Teil 1) sollen neben der Indikation zu einer stationären Verhaltenstherapie (VT) die theoretischen Grundlagen und Methoden eines stationären Konzepts zur Behandlung der Zwangsstörung beschrieben werden, das sich einem multimodalen Ansatz verpflichtet sieht. In Anlehnung an die multimodale Konzeption von Lazarus (1978) werden die Grundlagen von Exposition und Reaktionsverhinderung, die besondere Rolle der emotionalen Komponente, die Gruppenbehandlung bei Zwangsstörungen sowie einige weitere therapeutische Bausteine der stationären Zwangsbehandlung im Rahmen eines Literaturüberblicks erläutert. Im weiteren werden auch der körperorientierte Ansatz der kommunikativen Bewegungstherapie, das Selbstsicherheitstraining und die Einbeziehung des familiären bzw. partnerschaftlichen Interaktionssystems des Patienten diskutiert. Die Erläuterung der konkreten praktischen Anwendung und Umsetzung dieser Therapiebausteine erfolgt dann in Teil 2 der vorliegenden Arbeit.

     

Multimodale stationäre Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen
Teil 2: Die Therapeutische Praxis

W. Hauke, S. Ruppert, H. Unger, H. Manzinger, B. Schlehlein, M. Zaudig

    Schlüsselwörter: Zwangsstörung - Multimodale Verhaltenstherapie - Emotional aktivierende Techniken - Gruppentherapie - Expositions-Reaktions-Management - Stationäre Behandlung

    Zusammenfassung:
    In der vorliegenden Arbeit wird ein komplexes Gesamtkonzept für die stationäre Behandlung von Zwangsstörungen praxisnah dargestellt. Es wurde an der Psychosomatischen Klinik Windach im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte entwickelt und kontinuierlich mit den neueren Forschungsergebnissen auf diesem Gebiet in Einklang gebracht. Der Artikel behandelt die praktischen Aspekte der Verhaltensanalyse bei Zwangsstörungen, insbesondere die Bedeutung der emotionalen Teilebene, das Arrangement verschiedener Therapiemodule zur Behandlung der identifizierten Defizite, die Details wirksamer Reizkonfrontation und die Merkmale einer indikationsspezifischen Gruppentherapie für Zwangsstörungen.

     

DIE ZWANGSSTÖRUNG - EINE HERAUSFORDERUNG FÜR DIE PSYCHOANALYTISCHE THERAPIE
H. RATH, P.L. JANSSEN, M. TETZLAFF

    Schlüsselwörter: Psychodynamik - Objektbeziehungen - „frühe“Ängste - Übertragung, Gegenübertragung, - Setting-Deutungen - stationäre Therapie

    Zusammenfassung:
    Gründe für das nachlassende psychoanalytische Interesse an der Behandlung von Zwangsstörungen werden dargestellt. Es wird dargelegt, unter welchen Bedingungen die Therapie erfolgreich verlaufen kann (Psychodynamik, Behandlungstechnik, stationäre Psychotherapie). Die Zwangsstörung wird dabei vorwiegend im Bezugsrahmen gestörter Objektbeziehungen als ein Abwehrmodus „früher“ Ängste verstanden. An mehreren Fallbeispielen wird der Umgang mit Übertragung, Gegenübertragung, dem Setting und Deutungen aufgezeigt. Erste katamnestische Daten werden mitgeteilt.

     

AKTUELLE PSYCHOPHARMAKOTHERAPIE BEI ZWANGSSTÖRUNGEN
U. HEGERL, P. MAVROGIORGOU

    Schlüsselwörter: Zwangsstörung - Pharmakotherapie - Clomipramin - SSRI

    Zusammenfassung:
    Die Wirksamkeit von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern bei Patienten mit Zwangsstörungen ist erst in den letzten 15 Jahren erkannt und im Rahmen zahlreicher kontrollierter Studien gut belegt worden. Neben dem klassischen, als trizyklisches Antidepressivum bekannten Clomipramin steht eine Reihe neuerer selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-hemmer (SSRI) zur Verfügung, die für die Indikation Zwangsstörung zugelassen sind. Die SSRI führen bei einigen Patienten vor allem initial zu unerwünschten Nebenwirkungen (u.a. Übelkeit, Kopfschmerzen, sexuelle Funktionsstörung), sind jedoch insgesamt im Vergleich zu Clomipramin besser verträglich (u.a. keine oder weniger anticholinerge oder sedierende Eigenschaften) und weisen eine große Überdosierungs-Sicherheit auf. Bei der Pharmakotherapie der Zwangsstörung sind die im Vergleich zu depressiven Störungen lange Wirklatenz von 8 bis 12 Wochen sowie die bei einigen Patienten nötigen hohen Dosen zu beachten. Unter einer derartigen Pharmakotherapie kommt es zwar nur selten zu einem völligen Sistieren, jedoch bei der Mehrheit der Patienten zu einer deutlichen Besserung der Zwangs-symptomatik. Die Kombination von Pharmakotherapie und Verhaltenstherapie scheint der alleinigen Verhaltenstherapie überlegen zu sein, insbesondere bei Patienten mit im Vordergrund stehenden Zwangsgedanken und zusätzlicher depressiver Symptomatik.

     

Neuropsychologie der Zwangserkrankung
Norbert Kathmann

    Schlüsselwörter: Zwangserkrankung, kognitive Defizite, neurobiologisches Modell, fronto-striatales System

    Zusammenfassung:
    Die Zwangsstörung wird traditionell als eine im wesentlichen psychogene Angststörung verstanden. Mit spezifischen klinischen Merkmalen, Komorbiditäten mit Basalganglienerkrankungen und hirnfunktionellen Untersuchungsergebnissen läßt sich die Vermutung begründen, daß der Störung auch neurobiologische Dysfunktionen, insbesondere im Bereich des Nucleus caudatus und des orbitofrontalen Cortex, zugrunde liegen. Neuropsychologische Studien haben versucht, die infolge solcher Dysfunktionen auf kognitiver Ebene zu erwartenden Leistungseinbußen zu erfassen. Es fanden sich Störungen der inhibitorischen Funktionen, des prozeduralen Lernens sowie teilweise des visuellen und des handlungsbezogenen Gedächtnisses. Diese stützen das Modell einer fronto-striatalen Dysfunktion. Ein solches biobehaviorales Krankheitsverständnis impliziert praktisch-therapeutische Konsequenzen.

     

Die Dimension der (inversen) “Territorialität” bei Zwangsstörungen Ethologische Aspekte,
aufgezeigt an einer Kasuistik

Franz Kohl

    Schlüsselwörter: Territorialverhalten - Zwangsstörung - inverse Territorialität - ethologische Aspekte bei Zwangsstörung

    Zusammenfassung:
    Während pharmakotherapeutische und insbesondere verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze bei Zwangsstörungen seit etwa 20 Jahren zunehmend differenziert und elaboriert werden konnten, ist der Kenntnisstand über psychopathologische und nosographisch-nosologische Aspekte dieser Störungsbilder nicht im gleichen Umfang gewachsen. Anhand einer Kasusistik werden die Möglichkeiten eines ethologischen Betrachtungsansatzes aufgezeigt, wobei insbesondere der Aspekt der Territorialität bei Zwangsstörungen Beachtung findet. Abschließend wird der Spezialaspekt des “inversen Territorialverhaltens” und dessen therapeutische Implikationen erörtert. Als Folgerung ergibt sich, daß bei entsprechend gelagerten Fällen die Territorialaspekte und allgemein die ethologische Verständnisdimension obsessiven Verhaltens stärker beachtet werden sollten.

     

Auf Der Suche nach Sicherheit - ein Klinisch-entwicklungspsychologisches Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangsstörung
Gisela Röper

    Schlüsselwörter: Zwangsstörung - Störungsmodell der Zwangsstörung - Klinische Entwicklungspsychologie

    Zusammenfassung:
    Es wird ein klinisch-entwicklungspsychologisches Modell der Zwangsstörung vorgestellt, dessen Kernstück ein angenommenes „chronisches Gefühl innerer Unsicherheit“ darstellt. Die Zwangssymptomatik wird als Bewältigungsversuch auf der Suche nach Sicherheit gesehen. Biologische und biographische Einflußfaktoren begünstigen die innere Unsicherheit, die eine ständige Überprüfung der eigenen Gedanken und Handlungen zur Folge hat. Bewertungen (Salkovskis, 1985) als katastrophisierende Mißinterpretationen (Rachman, 1997) führen durch Rückkopplungsprozesse zur Verstärkung der inneren Unsicherheit. Das Modell beschreibt Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung.Die Lerngeschichte der Zwangsentwicklung wird über die Beschreibung der Stufen affektiv-kognitiver Entwicklung im dynamischen Widerstreit zwischen dem Streben nach Autonomie und dem Streben nach Zugehörigkeit nachvollzogen. Implikationen für die Therapie werden aufgezeigt.

     

Buchrezension: Ehrenfried T., Heinzelmann C., Kähni J, Mayer R: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Familien Suchtkranker
Michael Born

     

Buchrezension: Rita de Muynck und Rüdiger Ullrich: Das Assertiveness-Training-Programm ATP.
Ute Gräff-Rudolph

     

Psychotherapie-Repetitorium zum Sammeln: Die vier Psychologien der Psychoanalyse
Rudolf Klußmann

     

Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Ulrich Riedl

     

 

Themenheft : Zwangsstörungen

 

 

Heft 2 - 1998
Zwangsstörungen
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